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Computerpioniere am Stock

Rentner-Treffen unterm Apfelbaum

Apple Key Note @ WWDC 2015

Preview Abbildung des Moscone West Eingangs bei der WWDC 2013

"Moscone West Entrance". WWDC 2013. Seit 2008 findet hier die jährliche Mac "Fanboy" Messe statt, die eigentlich an Entwickler gerichtet ist. (Man achte auf den Altersdurchschnitt der "Entwickler".) Das war auch sicher mal interessant als MACs noch als die soliden Felsen in der Brandung galten im Kreativ-Bereich. Lang ist's her. Heute ist es ein Hippster Assesoire. Aber seien wir mal ehrlich: wer entwickelt bitte ernsthaft heute in Open Source Zeiten noch für ein geschlossenes propriäteres System, welches mehr auf sein Äußeres als auf die inneren Werte bedacht und dem Untergang geweiht ist. | photo by Roustem Karimov | provided by flickr | ©  CC BY-SA 2.0

Preview Abbildung von WWDC 2015 Lobby

Besucher der WWDC 2015 stehen in einer Schlange die vermeintlich ins Nichts führt. Eine Analogie zur Veranstaltung. | photo by Liji Jinaraj | provided by flickr | ©  CC BY-SA 2.0

Preview Abbildung von Moscone Center

Das Moscone Center im Stadtviertel South of Market in San Francisco ist seit einigen Jahren der Veranstaltungsort der WWDC. Nachdem der Stadtteil von der San Francisco Redevelopment Agency beansprucht wurde, brachen langwierige Unruhen in den 60er und 70er Jahren aus, veranlasst durch die Vertreibung der Bewohner aus diesem Viertel. Der Namensgeber des Komplexes ist George Moscone, ehemaliger Bürgermeister von San Francisco, der im Jahr 1978 ermordet wurde und sich gegen den Bau aussprach. | photo by Scott Schiller | provided by flickr | ©  CC BY 2.0

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Wie graue Eminenzen erscheinen sie, die #Apple Köche, allen voran der namentlich passende Tim Cook, mit gekrümmten Rücken auf der halb abgedunkelten Tribüne zur Entwicklerkonferenz 2015 um wenig bedeutende Neuigkeiten zu einem lang bekannten und seit Generationen bewährten Computeranbieter-Konzept vorzustellen, welches einst zu den Wundern der Neuzeit und heute längst zu den angestaubtesten Märkten der westlichen Welt zählen dürfte: große Desktop-Computerhersteller-Monopole mit Trend zum Mobile-Phone Markt und den Online Multimedia Distributionskanälen. Seit der Jahrtausendwende nicht mehr wegzudenken. In der Zeit sind aber unlängst viele Kinder erwachsen geworden.

Wie lange nachkommende Generationen sich das Elend in den Messe-Sälen mit Vorfreude auf vermeintliche neue Innovationen noch anschauen werden bleibt abzuwarten. Die Computerhersteller müssen sich erst einmal an den Gedanken gewöhnen, dass sie den Neuheits-Attraktionsbonus unlängst verspielt haben und dass die kommenden Generationen mit Computern in der Wiege aufwachsen. Und wie das immer so ist mit Dingen, die man seit frühester Kindheit kennt: Man stellt sie in der Pubertät in Frage. Das hieße dann Abschied nehmen vom Marktwirtschaftsparadies Computer. Apropos Fragen: Fragen Sie Zuckerberg dazu. Der kann ein Lied davon singen wie schnell der Facebook-Altersdurchschnitt nach oben geschnellt ist in den letzten Jahren und die Kids auf andere Sachen ausweichen um ihren Eltern nicht auf Facebook zu begegnen.

Die Apple-Keynote konnte man sich "zeitgemäß" (na ja, wer denkt dass das neu ist) im Live-Stream anschauen, die gesamte WWDC 2015 live im Internet sehen. Viel Neues gab es für die Generationen, für die diese Events eh nichts Neues sind und vor allem für die es auch nicht neu ist, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, tatsächlich nicht. Und das meiste erwies sich auch in den letzten Jahren oft nur als heiße Luft und Geldmacherei mit Scheinattraktionen. Warum sollte es dieses Jahr also anders sein?

Außer die erschreckende Feststellung, dass die Pioniere des modernen Computermarktes von damals heute graue Haare haben und mit krummen Rücken die Stufen zur Tribune hoch stolpern. Lustig wenn man bedenkt, dass sie selbst noch Jugendliche waren, als ich meinen ersten "Desktop"-Computer, einen Commodore 64, stolz mein Eigen nannte. Während sie vielleicht davon träumten, große Computererfolgsunternehmer zu werden. Aber vielleicht ergab es sich ja auch einfach. Im damaligen Boom hat es bestimmt einige BWL-er einfach in die Branche gespült.

Und wie alles, was hoch fliegt, kommt es auch irgendwann wieder herunter. Interessanter ist es doch für Folgegenerationen inzwischen sogar eher zu hinterfragen, wer die wirklichen Pioniere des Computerzeitalters davor waren, wie die jüngsten Film-Biopic-Beispiele beweisen, lange Zeit vor Bill Gates und Apple Ikone Steve Jobs und seinen Nachfolgern. Passend zur WWDC und dem Geburtstag von Zuse empfehle ich den sehr interessanten Artikel von der Interscenario Autorin Larissa Neuhofer zu diesem Thema: Eine Maschine verändert die Welt.

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